Stay out of Trouble

 

Es gibt keine allgemeine Formel für den Erfolg an der Börse. Und wenn doch, so haben wir diese auch nach mehr als 10 Jahren intensiver Arbeit noch nicht gefunden. Obwohl wir keine Erfolgsformel an der Börse kennen, dürften verschiedene Verhaltensmuster langfristig aber zu deutlichen Verlusten führen. Ohne Anspruch auf Vollständigkeit werden folgende Konstellationen von uns kritisch beurteilt, weil die zugrundeliegenden Anlagen bzw. Anlagekonzepte nach unserer Auffassung besonderen systematischen Risiken ausgesetzt sind.
Dazu zählen:

  • Investitionen in Pennystocks,
  • Unbestätigte Meldungen oder Gerüchte als Basis für Anlageentscheidungen heranziehen,
  • in Unternehmen investieren, deren Geschäft nicht transparent nachvollziehbar ist,
  • in Unternehmen investieren, die mit niedriger Wertschöpfung weitgehend austauschbar sind,
  • den Kaufempfehlungen von Börsenbriefen ohne eigene Recherche und persönliche Meinungsbildung folgen,
  • in Unternehmen investieren, die überdurchschnittlich viele börsennotierte Wettbewerber haben,
  • in Unternehmen investieren, die von sich behaupten, die nächste „Google“, „Apple“ oder der Gleichen zu sein ,
  • in Unternehmen investieren, die regelmäßig „gekauftes Research“ mit hohen Kurszielprognosen über sich erstellen lassen,
  • in Unternehmen investieren, die in der Vergangenheit mehr durch Ankündigungen als durch operative Leistung aufgefallen sind,
  • in Unternehmen investieren, denen nach jahrelangem Siechtum im Rahmen einer singulären Maßnahme eine goldene Zukunft vorausgesagt wird,
  • in Unternehmen investieren, deren Geschäftserfolg wesentlich von Vermittlungsprovisionen aus Kapitalanlagen abhängt,
  • in Unternehmen investieren, deren Organe im Verhältnis zum Unternehmenserfolg unverhältnismäßig hohe Gehälter/ Boni/ Optionen beziehen,
  • in Unternehmen investieren, die sich hinter klangvollen „Allerweltsnamen“ verstecken (Millennium Global Resources o.ä.), oder deren Firmenname ohne eine wirtschaftliche Historie populistische Anlagethemen beinhaltet (Nanotech, Seltene Erden, Cleantech),
  • in Unternehmen investieren, die mehrfach von Private Equity-Gesellschaften ge- bzw. verkauft wurden oder aufgrund üppiger, ggf. fremdfinanzierter Ausschüttungen nur noch über eine geringe Kapitalbasis verfügen,
  • in Unternehmen investieren, deren Konditionen für bestehende oder neue Fremdkapitalfinanzierungen oberhalb der im operativen Geschäft erzielbaren Marge liegt,
  • in Unternehmen investieren, deren Geschäftsergebnis auf der “Verrechnung von bad will” oder einer nicht nachvollziehbaren Zuschreibung auf Immobilien beruht,
  • in Unternehmen investieren, deren Groß- oder Mehrheitsaktionäre wiederholt zum Nachteil der außenstehenden Aktionäre gewirtschaftet haben.